Technologiepartnerschaft

Mit Technologiepartnern zu zukunftsfähiger Medizintechnik

Auch Krankenhäuser unterliegen Sparzwängen. Gleichwohl wird erwartet, dass sie ihre Patienten stets unter Berücksichtigung der neuesten medizi­nischen Erkenntnisse und vor allem unter Einsatz der mo­dernsten Medizintechnik behandeln. Daneben soll auch noch die »Patienten­Journey« zwar so kurz wie möglich, aber medizinisch erstklassig sein. Diesen Anforderungen ver­suchen Kliniken stets gerecht zu werden. Allerdings sind die Krankenhauskassen chronisch leer und die Mitarbeiterin­nen und Mitarbeiter bisweilen am Belastungslimit. Überdies müssen öffentliche Krankenhäuser bei ihren Beschaffungen auch das Vergaberecht beachten. Das kann dazu führen, dass langwierige Beschaffungsprozesse den Einsatz neuester Me­dizintechnik verzögern. Lange Abläufe lassen auch die Quali­tät der bereits vorhandenen Medizintechnik leiden. Oft betreiben Kliniken daher viele unterschiedliche Medizintechnikgeräte verschiedenen Alters und vor allem auch diverser Hersteller, was zu Problemen bei der Anwen­dung dieser Geräte führen kann: So können etwa alters­schwache Geräte nicht mehr uneingeschränkt genutzt wer­den; aber auch die Bedienung von Geräten verschiedener Hersteller verlangt von den Nutzern viel Flexibilität. Häufig wird das technische Potenzial der vorhandenen Geräte nicht ausgeschöpft, weil sich die Nutzer nicht perfekt mit den unterschiedlichen Geräten auskennen. Dieses Manko soll nun eine »Technologiepartnerschaft« aus der Welt schaffen.

Dahinter steckt ein langjähriger Vertrag mit einem Medizintechnikpartner, der während der Vertragslaufzeit von acht oder mehr Jahren in der Regel zumindest die Be­reitstellung von (immer aktueller) Medizintechnik, Zubehör und auch deren Bewirtschaftung umfasst, einschließlich Wartung, Service und Reparatur. Vertraglich fixiert sind oft auch Schulungen zur richtigen und effizienten Nutzung der bereitgestellten Medizintechnik.

Überdies ist vereinbart, dass die Klinik an Innovationen partizipiert, etwa über Sys­tem­-Updates, den regelmäßigen Austausch von Geräten und die Bereitstellung neuer Gerätemodelle. Des Weiteren forschen die Technologiepartner gemeinsam daran, wie die Medizintechnik sich verbessern ließe. Der Medizintechnik­partner entsorgt oder verwertet überdies Altgeräte. In der Regel wird auch die Finanzierung und Versicherung der Ge­räte vertraglich mit geregelt.

Die Industrie ist stark am Abschluss solcher »Techno­logiepartnerschaften« interessiert. Sie stellen aus ihrer Sicht sicher, dass bestimmte Kliniken überwiegend mit ihren Ge­räten arbeiten. Das gibt zum einen Planungssicherheit für die Zukunft, zum anderen profitiert die Industrie auch vom Feedback der Anwender ihrer Medizintechnik und kann so selbst ihre Geräte bestmöglich weiterentwickeln. Zudem wirbt die Industrie mit erheblichen Einsparungen im Ver­gleich zur Einzelbeschaffung medizintechnischer Geräte. Beide Seiten profitieren von diesem Modell.
Da es keinen festen Standard für den Abschluss von Technologiepartnerschaften gibt, werden von Anbieterseite bereits maßgeschneiderte Konzepte entworfen, die sämtliche Bedürfnisse der jeweiligen Klinik berücksichtigen. So kann der Auftraggeber entscheiden, ob er alle Geräte zu Beginn der Technologiepartnerschaft oder sukzessive austauschen möchte, ob er die Geräte kauft oder mietet oder ob er über die Versorgung mit den Geräten hinaus auch weitere Bera­tungsleistungen zur Verbesserung der »Patienten Journey« wünscht. Für die Klinik ist damit sicher, dass sie stets über ak­tuelle, effiziente und zukunftsfähige Medizintechnik verfügt. Dieses innovative Konzept will auch die Carl­Thiem-­Kli­nikum Cottbus gGmbH (CTK) aufgreifen. Aufgrund der zu­nehmenden Technisierung gewinnt die Nutzung umfas­sender Marktkenntnisse und Erwartungen über zukünftige technologische Entwicklungen immer mehr an Relevanz.