Der Grand Tower bereichert mit seinen 180 Metern Höhe und der markanten Fassade die Skyline von Frankfurt am Main.

Grand Tower FFM

Alles „just in time“ in Deutschlands höchstem Wohnhaus

Der Grand Tower bereichert mit seinen 180 Metern Höhe und der markanten Fassade die Skyline von Frankfurt am Main.

Es ist vollbracht: Deutschlands höchstes Wohnhaus konnte im Sommer 2020 fertiggestellt und die 413 Eigentumswohnungen nahezu pünktlich an ihre neuen Bewohner übergeben werden. Der Grand Tower in Frankfurt bereichert mit seinen 180 Metern Höhe und der markanten Fassade mit abgerundeten Loggienelementen neuerdings die Skyline der Stadt am Main. Den neuen Bewohnern dieses ausschließlich Wohnzwecken dienenden Hochhauses bieten sich spektakuläre Ausblicke auf die Frankfurter Skyline und großzügige Domizile mitten im Herzen der Stadt.

Der gerade einmal dreieinhalbjährige Bau des rund 250 Mio. Euro teuren Grand Towers stellte alle Baubeteiligten vor spannende Herausforderungen, darunter die Leinemann-Mandantin ProSite GmbH aus Dorsten (NRW). ProSite zeichnete für die gesamte Baulogistik des Vorhabens verantwortlich. Ihre Aufgabe war es u. a., dafür Sorge zu tragen, dass sämtliche für den Bau des Hochhauses benötigten Materialien pünktlich zur Baustelle angeliefert werden können und jeweils über Bauaufzüge „just in time“ an denjenigen Ort der Großbaustelle transportiert werden, an dem sie zum Einbau benötigt werden. Andererseits oblag es ProSite, ein geordnetes Entsorgungskonzept für die beim Bau und Ausbau des Hochhauses in erheblichem Umfang anfallenden Abfälle zu entwickeln und umzusetzen – und all das auf engstem Raum.

Gerade die Andienung der Großbaustelle stellte für ProSite dabei die größte Herkulesaufgabe dar: Die Baustelle ist nicht nur mitten im engen Frankfurter Europaviertel gelegen. In unmittelbarer Nachbarschaft gingen vielmehr zeitgleich noch zwei weitere Hochhausbauvorhaben sowie der Neubau der U-Bahnlinie U5 vonstatten. „Dass wir den Anlieferverkehr trotz des permanenten Termindrucks der ‚just in time‘-Logistik so reibungslos eintakten und ohne größere Beeinträchtigungen für den Stadtverkehr abwickeln konnten, war wahrscheinlich unser wichtigster Beitrag zu diesem Bauvorhaben“, blickt Thomas Kohlen, Bereichsleiter Logistik bei der ProSite GmbH, nicht ohne Stolz zurück. Aber auch sonst verlangten die beengten Verhältnisse und die Vielzahl an gleichzeitig agierenden, unterschiedlichen Gewerken den Baulogistikern einen punktgenauen Überblick über die Bauabläufe und Baustoffströme sowie zudem einiges an Kreativität ab. „Der Clou war sicher die zweistöckige Baustelleneinrichtung. In 4,5 Meter Höhe wurde auf Stahlträgern eine zweite Baustelleneinrichtungsfläche hergestellt, die tagsüber vom Rohbauunternehmen und nachts vom Fassadenbauer genutzt wurde. Die untere Fläche blieb uns vorbehalten, damit wir im Zwei- bis Dreischichtbetrieb die komplette Baustellenver- und -entsorgung bewerkstelligen konnten“, berichtet Thomas Kohlen.

Der ProSite GmbH kam bei der erfolgreichen Abwicklung dieses Bauvorhabens ihre langjährige Erfahrung als eines der in Deutschland führenden Baulogistikunternehmen zugute. Langjährig sind inzwischen auch die Beziehungen von ProSite zu Leinemann Partner. Das Düsseldorfer Team um den Partner Henrik M. Nonhoff unterstützt ProSite seit Jahren laufend in zahlreichen Projekten, so auch beim Grand Tower. Dem Logistikauftrag gingen, unter Federführung von Rechtsanwalt Nonhoff, ungewöhnlich langwierige Vertragsverhandlungen mit dem Bauherrn und hierbei vor allem ein zähes Ringen um die Erfolgsrisiken der pauschal und funktional zu beauftragenden Logistikleistungen voraus. „Auch wenn dies anfangs angesichts der Härte der Verhandlungen kaum möglich erschien, legten die kleinteilig ausgehandelten und klar definierten Vertragsregeln letztlich den Grundstein für eine partnerschaftliche und nahezu konfliktfreie Projektabwicklung mit dem Bauherrn, wofür wir dem Team von Leinemann Partner herzlich danken“, resümiert Thomas Kohlen.