Erstmals seit acht Jahren schaffen die Berliner Verkehrsbetriebe wieder neue Doppeldecker-Busse an.

„Weil wir dich lieben“

Neue Busse für Berlin!

Erstmals seit acht Jahren schaffen die Berliner Verkehrsbetriebe wieder neue Doppeldecker-Busse an.

Bereits seit 1847 gibt es Omnibusse in Berlin; damals wurden sie allerdings noch von Pferden gezogen. Seitdem ist viel passiert! Ab 1905 wurden die Pferdeomnibusse nach und nach durch Kraftomnibusse ersetzt, ab 1929 fuhren sodann die ersten Busse unter dem Namen der BVG durch die Stadt. Quasi als Geburtstagsgeschenk (90 Jahre BVG) bekommt die BVG nun eine komplett neue Flotte Doppeldecker. Erstmals seit acht Jahren schaffen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) neue Doppeldecker-Busse an. Deutschlands größtes Nahverkehrsunternehmen hat der vergaberechtlich von Leinemann Partner Rechtsanwälte unterstützten Alexander Dennis Germany GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der Alexander Dennis Limited mit Sitz in Falkirk (Schottland), den Zuschlag erteilt, die neuen Busse zu liefern. Nach aktueller Planung wird die BVG aus dem geschlossenen Rahmenvertrag vorerst 200 dreiachsige Doppeldecker mit moderner Euro-6-Antriebstechnik abrufen. Bis zu 430 Doppeldecker sieht der Rahmenvertrag vor. Mitte 2020 sollen die ersten zwei Vorserienfahrzeuge durch Berlin rollen.

Der Aufsichtsrat der BVG hatte letztes Jahr beschlossen, nach erfolgreich bestandenem Test- und Erprobungsbetrieb mit zwei Bussen die Abnahme von zunächst 70 Fahrzeugen zuzusagen. Weitere Doppeldecker folgen, sollten sich die Fahrzeuge im Betrieb bewähren. Die Investitionssumme, die der BVG-Aufsichtsrat freigegeben hat, beläuft sich nach BVG-Angaben auf 220 Millionen Euro. Die BVG kann zugleich weiterhin flexibel auf Marktentwicklungen bei E-Bussen reagieren. Je schneller diese auch für Doppeldecker-Busse serienreif verfügbar sind, desto weniger konventionell betriebene Fahrzeuge wird die BVG aus dem Rahmenvertrag abrufen.

Der Zuschlag an Alexander Dennis erfolgte jedoch auf ganz andere Weise, als die Werbung der BVG mit dem Slogan „Is mir egal“ vermuten lässt. Denn der BVG war und durfte es auch nicht egal sein, wer den Zuschlag bekommt. Sie ist als öffentlicher Auftraggeber an die streng formalistischen Regeln des Vergaberechts gebunden. An diese Spielregeln müssen sich auch die Bieter halten.

Leinemann Partner Rechtsanwälte mit ihrer langjährigen Kompetenz im deutschen wie auch im internationalen Anlagebau und Vergaberecht waren da ein naheliegender Partner. Neben vertrags- und vergaberechtlichen Fragestellungen im Rahmen der Präqualifizierung und dem Verhandlungsverfahren umfasste die Beratung auch strategische Elemente. Dabei erfolgte die Beratung durchgehend in Englisch. Die Leinemann-Anwälte arbeiten seit Anfang 2017 eng mit der Alexander Dennis Limited und deren noch jungem deutschen Tochterunternehmen zusammen. Der Zuschlag der BVG ist für das noch junge deutsche Tochterunternehmen Alexander Dennis Germany GmbH der bedeutendste Auftrag.