Mit dem Zentrum für Zukunftstechnologien will man weitere innovative Unternehmen nach Brandennburg locken.

Spatenstich

Neues Zentrum für Zukunftstechnologien

Mit dem Zentrum für Zukunftstechnologien will man weitere innovative Unternehmen nach Brandennburg locken.

Drei Zentren für Luft- und Raumfahrt hat der Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg bereits. Rund 70 Unternehmen mit mehr als 700 Beschäftigten sind dort inzwischen tätig, darunter die Triebwerktester von Anecom oder der Gasturbinen-Entwickler Florida Turbine Technologies (FTT). Das Problem: Die Räume sind inzwischen komplett vermietet, Gründern oder bestehenden Mietern musste die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH (WFG), eine hundertprozentige Tochter des Landkreises Dahme-Spreewald, zuletzt immer wieder Absagen erteilen, obwohl die Technologiebranche boomt.

Mit dem Neubau des Zentrums für Zukunftstechnologien möchte die WFG als Bauherrin die Erfolgsgeschichte fortsetzen. Anfang November 2018 war Spatenstich. In den nächsten eineinhalb Jahren soll in der Nachbarschaft der Technischen Hochschule Wildau und des Zentrums für Luft- und Raumfahrt ein 80 Meter langes und 15 Meter hohes Gebäude errichtet werden. Die rund 7.000 Quadratmeter Nutzfläche werden nach einem bewährten Konzept verteilt: In den unteren Etagen wird es Produktionshallen geben, in den oberen Etagen primär Büroräume. Bezugsfertig soll das 20 Millionen Euro teure Gebäude im zweiten Halbjahr 2020 sein. Als Generalplaner hat sich die international renommierte Assmann Beraten + Planen AG in einem europaweiten Vergabeverfahren durchgesetzt.

Der Landkreis Dahme-Spreewald baut aber nicht nur, weil in den bestehenden Gebäuden kein Platz mehr ist. Vielmehr steht hinter den Investitionen eine langfristige Strategie, die ihren Anfang in den 90er-Jahren nahm. Mit dem Zentrum für Zukunftstechnologien will man sich inhaltlich breiter aufstellen. Nicht nur Spezialisten für Luft- und Raumfahrt sollen nach Brandenburg gelockt werden, sondern auch innovative Unternehmen, die sich bspw. mit innovativer Verkehrstechnologie oder auch autonomem Fahren beschäftigen. Offenbar die richtige Strategie. Obwohl die Fertigstellung erst Mitte 2020 erfolgt, sind bereits 60 Prozent der Flächen vermietet. Ankermieter wird wiederum FTT sein, der auch als Zulieferer für Rolls-Royce und Siemens fungiert. „Wir benötigen Platz für die weitere Expansion und bekommen ein Gebäude, das direkt auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist“, erklärt der Direktor für Aerospace-Programme, Brian Owen, und lobt außerdem die gute Zusammenarbeit mit der WFG.

Dr. Eva-Dorothee Leinemann und Marco Hohensee am Berliner Standort von Leinemann Partner Rechtsanwälte beraten die WFG, die öffentliche Auftraggeberin ist, bei diesem Projekt in allen vergaberechtlichen und bauvertraglichen Fragen. Während die Vergabe der Planungsleistungen noch konventionell papiergebunden erfolgte, werden die derzeit laufenden Bauvergaben nun einschließlich Angebotsabgabe komplett elektronisch durchgeführt. Die WFG ist seit der Errichtung des Zentrums für Luft- und Raumfahrt ZLR I im Jahre 2003 mit all ihren wichtigen Bauvorhaben treue Mandantin von Leinemann Partner Rechtsanwälte. Auch bei komplexen Vergaben von Dienstleistungen unterstützen die Bau- und Vergaberechtsexperten die WFG.