Das Forschungsinstitut entwickelt Sanierungslösungen zur Rekultivierung durch Rohstoffgewinnung geschädigter Landschaften.

Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften

Was tun, wenn die Kohle weg ist?

Das Forschungsinstitut entwickelt Sanierungslösungen zur Rekultivierung durch Rohstoffgewinnung geschädigter Landschaften.

Im Land Brandenburg befinden sich die größten Braunkohletagebaugebiete Deutschlands. Der seit Jahrzehnten betriebene Abbau zerstört aber großräumig die Landschaft, die einer neuen Nutzung zugeführt werden muss. Das im Jahr 1992 gegründete Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e. V. (FIB) setzt die bereits zu DDR-Zeiten begonnene Forschungsarbeit für Sanierungslösungen zur Rekultivierung, Gewässerökologie, Landschaftsentwicklung und Naturschutz für diese Tagebaulandschaften fort. Das FIB hat sich mit seiner langjährigen Erfahrung internationales Renommee erarbeitet und zieht Wissenschaftler aus aller Welt in die Sängerstadt Finsterwalde.

Um diesen Herausforderungen auch zukünftig gewachsen zu sein und die Forschungsarbeit weiter intensivieren zu können, reichten die aus den Sechzigerjahren stammenden Räumlichkeiten des Institutes nicht mehr aus. Ein Neubau soll her! In einem ersten Schritt wurde im Jahr 2016 ein neues »Technikum« fertiggestellt, in dem Experimente in einer kontrollierten Umgebung stattfinden können. Im nächsten Schritt wird dann die Feldstation und das eigentliche Büro- und Laborgebäude neu geplant und errichtet.

Diese Planung erforderte aufgrund des Honorarumfangs eine europaweite Ausschreibung. Hier konnte sich Leinemann Partner Rechtsanwälte mit einem kleinen Team von Fachanwälten unter Leitung von Stefan Erdmann (Berlin) als Vergabestelle für das FIB einbringen und die Vergabe dieser Planungsleistungen abwickeln.

Inzwischen ist die Planung für den dreigeschossigen Gebäudekomplex abgeschlossen und die Baugenehmigung erteilt. Der Neubau folgt den vielen neuen Forschungsthemen der Zeit und sichert 30 wissenschaftliche Arbeitsplätze. Zur Grundausstattung des neuen Gebäudes zählen ein hochmodernes Großraumlabor, Multimedia-Einrichtungen, ein Veranstaltungssaal, zwei Wohnungen für Gastwissenschaftler und weitere Funktionsbereiche. Äußerlich präsentiert sich der Entwurf des Finsterwalder Architekten Jürgen Habermann durch seine zweckdienliche Formensprache. Dabei greift er auf Ansätze des Architekten Max Taut zurück, der durch seine innovative Rahmenbauweise Anfang des letzten Jahrhunderts bekannt wurde. Max Taut prägt mit seinem Entwurf einer Knabenschule noch heute das Stadtbild von Finsterwalde. Die moderne, offene Glasarchitektur des neuen Institutes gewährt erste Einblicke in die wissenschaftliche Arbeitswelt und lädt zur Begegnung ein.

Auch bei der jetzt anstehenden Ausschreibung der Bauleistungen steht Leinemann Partner Rechtsanwälte dem FIB beratend zur Seite, damit alle Vorgaben dieses mit EU-Fördermitteln finanzierten Vorhabens eingehalten werden.

Der Grundstein für den Neubau soll im Frühjahr 2019 gelegt werden, sodass dort ab Herbst 2020 der Frage »Was tun, wenn die Kohle weg ist?« unter deutlich verbesserten Arbeitsbedingungen langfristig wissenschaftlich nachgegangen werden kann.